In der heutigen Zeit ist tagtäglich zu beobachten, wie wir Menschen aktiv unseren Lebensraum ausbeuten, verschmutzen und zunehmend zerstören. So wird unsere Erde mit all ihren Kostbarkeiten als etwas Selbstverständliches angesehen. Es fehlt uns an nichts: Wir haben Luft zum Atmen, die Landwirte versorgen uns mit regionalen Leckereien und in den Supermärkten finden wir alles, was unser Herz begehrt. Aber es ist eben doch nicht alles Gold, was glänzt! So erreichen uns in den Zeitungen und im Fernsehen im Minutentakt Schreckensbotschaften und Bilder, die den Ernst der Lage um unsere Erde beschreiben: Meere voller Plastik, Waldbrände im Amazonas, schmelzende Gletscher am Nordpol u.v.m. .

Oft hat man als Einzelner aber das Gefühl, dass man nichts an dieser heiklen Situation ändern kann und entzieht sich so der Verantwortung. Weil in jedem von uns aber eine große treibende Kraft steckt, für die Bewahrung der Erde einzutreten und Gutes zu tun, hat sich der katholische Religionskurs der 9. Klasse unter der Leitung von Frau Widua Gedanken darüber gemacht, wie unsere Schulgemeinschaft aktiv zum Umweltschutz beitragen kann. In diesem Zusammenhang entstand die Idee, Pfandeimer zu bauen. Der Gedanke dahinter:  Einmal die Verschmutzung des Schulhofes und –gebäudes durch weggeworfene Plastikflaschen in Grenzen halten und gleichzeitig mit dem gesammelten Pfand etwas für einen guten Zweck tun!

Aus dieser Projektidee entstanden drei quietschbunte Pfandeimer mit tiefer Botschaft: Eine junge Manga-Dame, die mit erhobenem Zeigefinger auffordert, zu recyceln; der kleine Clownfisch Nemo, dessen Lebensraum durch Plastik bedroht wird und eine Cola-Dose, hinter der mehr als nur ein „Getränk“ steckt. So symbolisieren die bunten Händeabdrücke, dass wir ALLE anpacken müssen, „um das Gesicht der Welt zu verändern.“

Unter dem übergreifenden Motto „Trinken – Spenden – Helfen“ werden die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, einen kleinen Spendenbeitrag zu leisten. Aktuell zieren die Pfandeimer die Flure des Hauptgebäudes und freuen sich auf das Interesse jedes Einzelnen, „an vielen kleinen Orten, viele kleine Dinge zu tun“, um damit Großes zu bewirken! Die ersten Spenden kommen der Sophia-Kallinovsky-Stiftung aus Bad Kreuznach zu Gute, die sich für eine bessere Versorgung krebskranker Kinder einsetzt. Ein Blick in die Tonnen zeigt, dass die Idee unterstützt wird, so füllen sich die Tonnen immer mehr mit Pfandflaschen- und dosen. „Und auch wenn mal etwas Müll in den Tonnen landet, ist es immer noch besser, als auf dem Boden!“, schmunzeln die Initiatoren des Projekts.

Frau Anette Widua und Alexander Schneider (9b)